Logo

Agrarwirtschaft

Die agrarische Bildungslandschaft des Berufskollegs des Rhein-Sieg-Kreises in Bonn-Duisdorf ist vielfältig: Wir unterrichten Berufsschüler/innen in den Berufen Gärtner/in und Landwirt/in, sowie Jugendliche ohne Ausbildungsverhältnis im Gartenbau. Die Fachhochschulreife kann über die einjährige und zweijährige Fachoberschule Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie erreicht werden.

Agrarberufsschulen

Voraussetzung für den Besuch der Berufsschule ist der mit einem Ausbildungsbetrieb abgeschlossene Berufsausbildungsvertrag. Die Berufsausbildung findet dann parallel in Betrieb und Berufsschule statt („Duales System“). Schulpflichtig sind unabhängig vom vorliegenden allgemeinbildenden Schulabschluss alle Schüler/innen, die vor Vollendung des einundzwanzigsten Lebensjahres das Berufsausbildungsverhältnis beginnen. Die Berufsschule begleitet die grundsätzlich dreijährige betriebliche Ausbildung durch fachtheoretische Förderung und Ergänzung der Allgemeinbildung. Sie führt zum Berufsschulabschluss. Er entspricht dem Hauptschulabschluss nach Klasse 10. Der Erwerb des mittleren Bildungsabschlusses (Fachoberschulreife) ist möglich.

In Bonn-Duisdorf werden drei Ausbildungsberufe in Fachklassen des Dualen Systems unterrichtet: Florist/in, Gärtner/in und Landwirt/in. Die Gärtner/innen werden in die Bereiche Produktionsgartenbau (Baumschule, Gemüsebau, Obstbau, Staudengärtnerei und Zierpflanzenbau) und in den Garten- und Landschaftsbau differenziert.

Klassen für Schülerinnen und Schüler ohne Berufsausbildungsverhältnis

In diese Klassen werden Jugendliche aufgenommen, die zwar die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben, sich aber in keinem Berufsausbildungsverhältnis befinden und als Minderjährige noch der allgemeinen Schulpflicht unterliegen. Sie nehmen an berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen im Gartenbau teil. Der Unterricht dauert ein Jahr. Mit dem Abschlusszeugnis kann der Hauptschulabschluss erreicht werden.

Fachoberschule Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie

Das Ziel ist die allgemeine Fachhochschulreife.

Mit der Fachoberschulreife (mittlerer Bildungsabschluss), aber ohne Berufsausbildung, kann die Fachhochschulreife in insgesamt nur zwei Jahren erreicht werden, wenn die Klassen 11 und 12 der Fachoberschule besucht werden.

Die Klasse 11 umfasst schulisch zwölf Unterrichtsstunden pro Woche. In der übrigen Zeit der Woche absolvieren die Schüler/innen ein Praktikum in einem agrarwirtschaftlichen Betrieb mit Ausbildungsberechtigung. Die Klasse 12 führt anschließend in einem Vollzeitschuljahr über die Fachhochschulreifeprüfung zur Fachhochschulreife.

Die Klasse 12 der Fachoberschule Agrarwirtschaft ist ein einjähriger Bildungsgang in Vollzeitform. Sie vermittelt Schülerinnen und Schülern mit abgeschlossener agrarwirtschaftlicher Berufsausbildung vertiefte berufliche Kenntnisse und die allgemeine Fachhochschulreife.

Junge Leute, die zum Beispiel eine Berufsausbildung als Forstwirt/in, Gärtner/in, Landwirt/in oder Landwirtschaftlich-technischer Assistent/in abgeschlossen haben, können sich weiterbilden und die Berechtigung erwerben, an allen Fachhochschulen oder Gesamthochschulen im Bundesgebiet zu studieren.

Sie können dann zwischen vielen Studiengängen aus dem Bereich der Agrarwirtschaft im In- und Ausland (Agrarwissenschaft, Foodmanagement, Forstwirtschaft, Gartenbau, Landschaftsarchitektur, Landespflege, Umwelttechnik, Weinbau …) wählen. Auch Studien jenseits der Agrarwirtschaft sind möglich (Architektur, Betriebswirtschaft, Informatik, Sozialpädagogik …), wenn nach Maßgabe der Fachhochschulen noch entsprechende fachbezogene Praktika abgeleistet werden. In der Fachoberschule für Agrarwirtschaft werden die inhaltlichen und die methodischen Grundlagen für die Studierfähigkeit gelegt. Die Klasse endet mit der staatlichen Fachhochschulreifeprüfung in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und Technologie.

Additional information