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Die Geschichte unserer Schule

1937 bis 1939

Am ersten Mai wird die Schule gegründet. Insgesamt wurden 350 Schülerinnen und Schüler in 23 Klassen unterrichtet. Weitere Schulen wurden in dieser Zeit in Berkum, Heimerzheim, Meckenheim und Rheinbach errichtet.

Die Errichtung von ländlichen Berufsschulen sollte die Benachteiligung gegenüber der städtischen Jugend aufheben. Diese hatten bereits schon seit 1917 die Fortbildungsschulpflicht.Alle nicht mehr volksschulpflichtigen, unverheirateten Jugendlichen unter 18 Jahren wurden verpflichtet, die für den Landkreis Bonn errichtete ländliche Berufsschule zu besuchen (zweijährige Berufsschulpflicht). Unterrichtet wurde Lebenskunde, Gesundheits-, Kranken- und Säuglingspflege, Gartenbau, Geflügelhaltung, Milchwirtschaft, Ernährungs- und Nahrungsmittellehre (d. h. Kochen, Backen, Vorratshaltung) und Nadelarbeit.

1939 bis 1945

Bei Kriegsausbruch wurden die Schulen vorübergehend geschlossen, Lehrer wurden anderweitig eingesetzt, z. B. für allgemeine Verwaltungstätigkeiten. Der Unterricht wurde später wieder aufgenommen, zum Teil in Privathäusern, da vieles bereits zerstört war. Durch kriegsbedingte Verkehrsbeeinträchtigungen konnten viele die Schule nur noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen.

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Die benötigten Lebensmittel für den Hauswirtschaftsunterricht waren äußerst knapp. Eltern ermöglichten mit eigenen Lebensmitteln die Fortsetzung des Unterrichtes ihrer Kinder. Nach Ausrufung des "totalen Krieges" wurde der Schulbetrieb durch Bombenangriffe und Tief- fliegerbeschuss so unsicher, dass die Schule geschlossen werden musste. Zu Kriegsende wurde der Schulbetrieb wieder aufgenommen. Die Verhältnisse waren sehr primitiv, denn viele Schulen waren schwer beschädigt und teilweise als Wohnraum für obdachlose Familien umfunktioniert worden.

1948 bis 1959

Allgemeine Auf- und Umbauarbeiten wurden aufgenommen, um den Anforderungen eines modernen Schulbetriebs gerecht zu werden. Dienstfahrten der Lehrer erfolgten mit Fahrrad, später mit Motorrad. Lehrmittel bestanden aus einem Päckchen Kreide und einem Stock...
Die Kreisberufsschule bestand nun aus drei Abteilungen

  • Abteilung Hauswirtschaft (393 Schüler/innen)
  • Abteilung Gartenbau (135 Schüler/innen)
  • Abteilung Landwirtschaft (728 Schüler/innen)

Später wurde dann die erste Hilfsberufsschulklasse für Minderbegabte eingerichtet. Mit dem Inkrafttreten des Schulverwaltungsgesetzes von NRW wurden alle Lehrkräfte in den Dienst des Landes übernommen. Der Landkreis Bonn blieb weiterhin Schulträger der Kreisberufsschulen.

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1960 bis 1969

Da die räumlichen Unterrichtsvoraus- setzungen nach wie vor nicht optimal waren, wurde vom Schulträger ein neues Baugelände in Duisdorf (gegenüber vom Bundesministerium für Ernährung, Land- und Forstwirtschaft) erworben und dort ein neues Schulgebäude errichtet, welches noch bis heute Sitz der Schule ist. Die Schule wurde in dieser Zeit um eine kaufmännische Abteilung erweitert.
Mit der Auflösung des Landkreises Bonn wurde der Rhein-Sieg-Kreis zum Träger der Schule.

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Die Schule wurde nun "Berufs-, Berufsfach- und Fachoberschule des Rhein-Sieg-Kreises", die hauswirtschaftliche Abteilung wurde an die "Frauenberufliche Bildungsanstalt der Stadt Bonn" abgegeben.
Übrigens: Die beiden Schränke im Fair Café stammen aus dem Nachlass der hauswirtschaftlichen Abteilung. Ein Stück Geschichte ...

1970 bis 2000

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Die Siegburger Berufsschüler der Landwirtschaft ziehen um nach Bonn Duisdorf.
1997 wird zwischen den Gebäudeteilen ein von Lehrern und Schülern gemeinsam betriebenes Café, das Fair-Cafe eröffnet. Im selben Jahr wird die Aula modernisiert. Seit 1999 nennt sich die Schule "Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises".

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