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FairCafé

 

 Unser Konzept

In der neu errichteten Cafeteria werden Getränke und Lebensmittel angeboten, die entweder aus der Region oder dem „fairen“ Handel stammen und zur gesunden Ernährung beitragen. Produkte aus ökologischem Anbau werden gegenüber herkömmlich produzierten Lebensmitteln bevorzugt.


Unternehmensführung

Damit das FairCafé weiterhin so gut laufen kann, haben wir am Wirtschaftsgymnasium in der 12. Klasse die Möglichkeit das Fach  „Unternehmensführung“ zu wählen. Hier werden die Schüler in 4 unterschiedliche Gruppen eingeteilt. Buchführung, Marketing, Beschaffung und Steuerung. Lebensmittel, die das FairCafé verkauft, werden bestellt, Rechnungen werden geschrieben und von der Buchführung festgehalten. Hier lernt man die verschieden Bereiche kennen und sammelt Erfahrungen für das spätere Berufsleben.

Die Tatsache, dass  das FairCafé eG überwiegend Produkte aus der Region und dem fairen Handel bezieht, kann im Unterricht unter Themen wie „Eine-Welt-Aspekt“, „Slow-Food statt Fast-Food“ und „Produktion und Handel in der nahen Region“ vertieft werden. Da unser Berufskolleg eine kaufmännische und agrarwirtschaftliche Ausrichtung hat, lassen sich diese Bereiche gezielt und in optimaler Form an dem Unternehmen FairCafé eG praktisch miteinander verbinden.

Im Gegensatz zu anderen wirtschaftlichen Unternehmen steht als Unternehmensziel der FairCafé eG nicht die Gewinnerzielung im Vordergrund. Die Mithilfe von Schülerinnen, Schülern, Lehrerinnen und Lehrern ist ehrenamtlich. Mögliche Jahresüberschüsse sollen für soziale und bildungspolitische Zwecke verwendet werden.

Angeboten werden:

  • Kaffee und Tee (aus fairem Handel)
  • Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz (aus der Region, ökologischer Anbau)
  • Mineralwasser (aus der Region)
  • Bio ICE TEA von TeeGschwendner
  • Belegte Brötchen und Baguettes, Müslischnitten und weitere Backwaren (alles frisch zubereitet, ökologische Produkte)
  • Obst und Salate (aus der Region, ökologischer Anbau)
  • Milchprodukte
  • Sesamriegel, Schokoriegel, Fruchtschnitten (aus fairem Handel)

Mittags gibt es warme Gerichte, zum Beispiel Würstchen im Brötchen, Pizza oder überbackene Brötchen. Das Angebot von saisonalen Produkten und Aktionswochen mit besonderen Speisen bereichern die Produktpalette.


Warum Genossenschaft?

Bei der Suche nach einer geeigneten Rechtsform für das Vorhaben, die sowohl einen stabilen als auch flexiblen Rechtsrahmen bietet, überzeugen die Vorteile der Genossenschaft.

Die Genossenschaft ist ein wirtschaftliches Unternehmen und hat sich wie jedes andere Unternehmen im Markt zu behaupten. Voraussetzung ist, dass die Genossenschaft die wirtschaftlichen Belange ihrer Mitglieder fördert, damit stehen also die Mitgliederinteressen im Vordergrund.

Geprägt wird die Genossenschaft durch die Grundsätze Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung, d. h. dass die Mitglieder die Geschicke der Genossenschaft selbst bestimmen, kontrollieren und die wirtschaftlichen Folgen tragen.

Zur Gründung der Genossenschaft ist kein Mindestkapital erforderlich. Das Kapital wird durch die Mitglieder aufgebracht, denn jedes Mitglied ist verpflichtet, einen Geschäftsanteil zu zeichnen.

Das Besondere an der Genossenschaft ist, dass jederzeit weitere Personen die Mitgliedschaft erwerben, weitere Geschäftsanteile zeichnen, aber auch die Mitgliedschaft kündigen können.

Die gesetzlich vorgeschriebene Aufgabenverteilung zwischen Vorstand, Aufsichtsrat und Generalversammlung stärkt die Handlungsfähigkeit der Genossenschaft und bringt eine laufende Kontrolle der Geschäftstätigkeit mit sich. Durch das Prinzip der Selbstverwaltung bleibt die Genossenschaft zudem ihrem Satzungszweck und damit den Mitgliederinteressen verbunden.


Jeder kann Mitglied werden

Als Mitglied können Sie sich mit einem oder auch mehreren Geschäftsanteilen an der FairCafé eG beteiligen.

Ein Geschäftsanteil beträgt 10 Euro.

Die Geschäftsguthaben werden angemessen verzinst. Als angemessene Verzinsung gilt ein Zinssatz, der um zwei Prozentpunkte über dem Basiszinssatz der EZB liegt.

Eine Nachschusspflicht der Mitglieder besteht nicht.

Die Mitglieder erhalten eine Rückvergütung (Bonus) auf Speisen und Getränke, die sie selber im FairCafé verzehren.

Möchten Sie mehr Informationen über unsere Genossenschaft? Auf Wunsch überreichen wir Ihnen gerne unsere Satzung.

 

Gründung

Geplant und realisiert wurde das Projekt FairCafé eG von fünf Lehrerinnen und Lehrern: Siegfried Virgils, Olaf Apel, Bernd Belke, Elvira Pürling  und Christina Semmelroth-Böhm.

Unterstützt wurden sie von zahlreichen Schülerinnen und Schülern des Berufskollegs.

 

Aktueller Vorstand und Aufsichtsrat

Im Moment sind im Vorstand Dr. Thomas Gebbing, Martin Jensen und Sabine Frings tätig. Im Aufsichtsrat sind Karin Nießen, Dirk Thomas (Schulleiter), Nadine Hennecke und Dr. Anne Schubert vertreten.

 

Warum "Fair"?

Über den Einkauf der Produkte aus fairem Handel helfen wir den Produzenten in sog. Entwicklungsländern, weil wir Preise bezahlen, die über den Weltmarktpreisen liegen und keinen Preisschwankungen unterliegen. Die Produzenten können also mit einem geregelten und angemessenen Einkommen rechnen und somit ihre wirtschaftliche Situation verbessern.

Das bedeutet: Keine Spenden oder Entwicklungshilfe, sondern faire Preise für die Menschen, die unseren Kaffeegenuss mit harter Arbeit möglich machen...

Darüber hinaus sorgen wir dafür, dass Überschüsse aus dem Verkauf für Entwicklungshilfeprojekte in Tansania (Ostafrika) verwendet werden. Einer unserer Kollegen, der mehrere Jahre an einer Sekundarschule (Mpechi Secondary School in Njombe) im Südwesten Tansanias beschäftigt war, stellte den Kontakt her. Dadurch ist sicher gestellt, dass Gelder ziel- und bedarfsorientiert verwendet werden.

 

In den vergangenen Jahren wurden mit unserer Hilfe u.a. folgende Bau-Projekte finanziert:

  • Unterkünfte für ca. 150 Schülerinnen an der Schule, incl. Mobiliar, Toiletten und Waschräumen
  • Küche und Vorratskammer zur Versorgung der Mädchen. Alle Bauvorhaben werden von örtlichen Handwerkern mit Baumaterialien aus der Umgebung ausgeführt.
  • Spende an die Derletalschule (Förderschule für Emotionale und Soziale Entwicklung der Stadt Bonn)


Seit einiger Zeit helfen wir bei der Finanzierung der Lehreraus- und fortbildung für tansanische Lehrer an der Mpechi Secondary School in Njombe.

Bauarbeiten am Mädchenwohnheim der Mpechi Secondary School in Njombe/Tansania
Einblicke in den Unterricht

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