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Fachoberschulreife mit Berufsschulabschluss

 

Wie kann ich mit dem Berufschulabschluss die Fachoberschulreife erwerben, um dann die Fachoberschule Agrarwirtschaft besuchen zu können?

 

Liebe Schülerinnen und Schüler,

wir bieten in unserem Hause die Klasse 12 der „Fachoberschule Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie“ (FOS 12) an, die in einem Jahr den Erwerb der Fachhochschulreife ermöglicht. Damit können Sie an Fachhochschulen im gesamten Bundesgebiet und in allen Fachbereichen studieren. Zugangsvoraussetzungen für die FOS 12 sind eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem „agrarischen“ Ausbildungsberuf und der mittlere Bildungsabschluss (Fachoberschulreife).

Die Fachoberschulreife kann auch mit dem Berufsschulabschluss erworben werden. Sie müssen allerdings eine Berufsschulabschlussnote von mindestens 3,0 erreichen und die für den mittleren Bildungsabschluss notwendigen Englischkenntnisse nachweisen.

Diese Englischkenntnisse bestätigen Sie zum Beispiel durch ein von einem anerkannten Bildungsträger abgenommenes Fremdsprachenzertifikat oder durch eine Feststellungsprüfung.

Die Prüfung muss dem Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GERS) [1] entsprechen. Dieser Referenzrahmen (Bezugsrahmen) wurde durch den Europarat geschaffen, er ist eine Einstufung sprachlicher Leistungen in verschiedene Niveaustufen. Drei Qualifikationsebenen werden unterschieden, und wiederum jeweils zweifach untergliedert:

  • A – Elementare Sprachverwendung (A1 und A2)
  • B – Selbständige Sprachverwendung (B1 und B2)
  • C – Kompetente Sprachverwendung (C1: fortgeschrittenes Kompetenzniveau; C2: nahezu muttersprachliche Sprachbeherrschung)

Durch die Einstufungen des Europäischen Referenzrahmens wurde es möglich sprachen- und länderübergreifend festzustellen, wie gut jemand eine Sprache beherrscht. Sie können im Internet testen, auf welcher Niveaustufe Sie persönlich sich derzeit befinden, z. B. auf der Seite >> http://www.sprachtest.de/einstufungstest-englisch <<.

 

Wie erwerbe ich das B1-Zertifikat neben der Berufsausbildung?

Eine praktikable Möglichkeit ist es, Kurse einer wohn- und/oder arbeitsortnahen Volkshochschule (VHS) zu besuchen. Geeignete Kursangebote [2] finden Sie über das Internet unter der Seite >> www.meine-vhs.de <<. Zu Beginn eines Kurses sind nach Auskunft der VHS Einstufungstests [3] üblich, um das Leistungsvermögen und den Lernbedarf zu bestimmen. Im Normalfall seien drei bis vier Kurse zu besuchen, um das B1-Niveau zu erreichen.

Die Volkshochschulen bestätigen in der Regel nicht selbst, dass der B1-Leistungsstand erreicht ist. Sie arbeiten mit der TELC-GmbH [4] zusammen, einer Gesellschaft, die für die Volkshochschulen die Zertifikatsprüfungen organisiert, indem sie Institutionen lizensiert, so genannte TELC-Prüfungen [5] durchzuführen. Genauere Informationen über die in Ihrer Nähe befindlichen Prüfungszentren [6] und auch einen Modelltest finden Sie unter
>> www.telc.net << unter den Stichworten „Infos für Prüfungskandidaten“.

 

Die Alternative: Cambridge-Zertifikat

Eine weltweit anerkannte Alternative zu den TELC-Prüfungen sind die Zertifikate der britischen Universität in Cambridge. Sie bietet renommierte ESOL-Examinations (Englisch for Speakers of Other Languages) an, die von autorisierten Prüfungsstellen abgenommen werden. Das Englische Institut in Köln [7] ist zum Beispiel eine solche offene Prüfungsstelle. Der dort angebotene Preliminary English Test (PET) entspricht der Kompetenzstufe B1 des Europäischen Referenzrahmes, das First Certificate in English (FCE) der Kompetenzstufe B2.

Bonn, den 03.03.2016

 

Dethmar Lennartz

(Abteilungsleiter Agrarwirtschaft)



[1] Englisch: Common European Framework of Reference for Languages (CEFR)

[2] Ein aktuelles Kursbeispiel einer Volkshochschule: Kursumfang 14 Doppelstunden (je 1,5 Zeitstunden), Kursdauer drei Monate, Kurskosten 65 Euro (Ermäßigungen sind möglich); geeignete Kurse beginnen Anfang September.

[3] Von Volkshochschulen werden auch Beratungstermine für Kursinteressenten/innen angeboten, es empfiehlt sich, telefonisch nachzufragen.

[4] TELC steht für The European Language Certificates. Die TELC GmbH ist eine gemeinnützige Gesellschaft, deren alleiniger Gesellschafter seit 2002 der Deutsche Volkshochschul-Verband e. V. ist.

[5] Die Kosten einer TELC-Prüfung betrugen in der Vergangenheit 100 €, für Schüler/innen ermäßigt 75 € (telc-school)

[6] Lizensierte Prüfungsinstitute für TELC-Prüfungen sind die z.B. die Volkhochschulen in Bonn, Siegburg und Köln.

[7] Auf der Internet-Seite des Englischen Instituts finden Sie viele Informationen zu den Sprachprüfungen: [www.englisches-institut-koeln.de]

 

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